“2084” – Eine text message

Eine text message –
mein einziger Kontakt zur Außenwelt.
Hier in meiner Wohnung bin ich sicher und werde nicht von den Risiken der Welt bedroht.
Deshalb lebe ich in vollkommener Gesundheit.
Für mein Essen sorgt ein Lieferservice,
für die Liebe jedes einzelne like, das ich für meine selfies bekomme.


So lässt es sich leben –
denn für jedes spannende Leben gibt es den richtigen Film,
der einst von Göttern gemacht wurde,
und die Schönheit des Lebens nicht nur präsentiert,
sondern auch die Wahrheit des eigenen Lebens –
und dessen Sinn und Werte dem Menschen gibt!


Das Alltagsleben – also die Basis unseres Seins –
finden wir in einer beliebigen Fernsehserie,
welche speziell für unsere individuellen Ansprüche angefertigt wurde.
Mit jeder Folge (unseres Lebens) lernen wir unsere Freunde etwas besser kennen
und erleben mit ihnen die schönste Zeit unseres Lebens –
denn wir fühlen mit ihnen Freude, Schmerz, Kummer und Leidenschaft –
und fühlen uns dadurch lebendig, weil wir diese vorgegebenen, idealen Gefühle fühlen und erleben.
Wir sind erfüllt – alleine vor dem Bildschirm, das Tor zur Welt –
und wir wissen dass es gut ist! –
denn alles was wir fühlen ist echt, ist wahr und begründet und kontrolliert, gleichmäßig portioniert, ohne jegliche Anstrengung.
Ich fühle, also bin ich!


Die Gefahr dass Langeweile aufkommen könnte ist eliminiert –
denn diese freie leere Zeit in einer freien leeren Welt wäre unerträglich – sinnlos –
und nicht mit unserer Weltvorstellung vereinbar!
Diese leere Zeit wurde nämlich von niemandem geprüft, gesichert, bestimmt oder vorhergesagt –
und dies würde zwangsläufig zu Fehlern führen und im Chaos enden.
Wir könnten uns womöglich in Situationen wiederfinden, die unserem Glauben an das Gute widersprechen!
Zum Beispiel unbekannte Situationen. Neue Situationen.
Wir wissen dass das Fremde dem Menschen Angst macht, und alles was Angst macht ist schlecht für den Menschen –
weil es uns ein unangenehmes Gefühl gibt, das uns nicht losließe, bis uns ein Freund zu Hilfe eilen würde,
um uns zurückzuholen – aus dieser schwierigen und traumatischen Konfrontation mit dem Bewusstsein –
zurück in unsere bekannte, perfekte Welt –
eine (hedonistische) Welt, welche gut ist, weil wir Freude empfinden.


In dieser modernen Gesellschaft sind wir befreit!
Befreit von allen Ängsten und Sorgen.
Wir leben in einem optimalen Zustand –
ohne Hunger, ohne Sehnsucht, ohne Begierde, ohne Lust, – ohne Wille! –
weil wir alles haben was wir brauchen
und alles wollten was wir haben.
Wir sind völlig zufrieden und abhängig und völlig befriedigt.
Wir müssen keinen Schritt weitergehen, wir dürfen nichts daran verändern.
Unsere Welt ist die einzig Gute!


Unzufriedenheit ist eine große Sünde,
die wir nur bei den anderen Menschen beobachten können, dem unmodernen Menschen,
der sinnlos in einer unbekannten Welt herum irrt und jeden Tag leidet,
weil er denkt er müsse einen großen Felsbrocken einen Berg hochrollen, der niemals endet.
Und trotzdem ist er von seiner Entscheidungsfreiheit überzeugt.
Wir wollen diesem fremden Menschen ein Vorbild sein und uns niemals ändern!,
so dass er sich irgendwann an uns anpassen kann –
und vielleicht sollten wir ihn zu seinem Glück zwingen?!


Wir haben die Krankheit ausgerottet, weil wir für alle Krankheiten eine Therapie gefunden haben
und deshalb in völlig definierter Gesundheit leben.
Krankheiten sind schlecht – es gibt sie nur noch bei den anderen, unmodernen Menschen,
welche krank und intelligent genug sind um für uns zu arbeiten,
und gesund und dumm genug sind um für uns weiterzuarbeiten.
Wir geben diesen Menschen einen Sinn, einen Grund (weiter-) zu leben,
und sie arbeiten gerne für uns!

“2084” P.F.H.

“2084” – Eine text message

Article written by Eric Tat-Fung Lam

Photo by Jimmy Chan on Pexels.com

Read Article

” 朋友Peter完成醫學院的實習,離開柏林,往家鄉附近的城市Luwigsburg工作去了。我剛回到柏林,還來不及道別,他就已經離開這個已經住了八、九年的城市。初來柏林的第二年,我們在一次家中派對中認識,一見如故。他知我是唸哲學的。他對哲學很有興趣,所以每次見面都常常聊聊哲學。有次,我到他腓德烈大街(Friedrichstraße) 家中作客,看到他家中放滿了畫作。原來他除了是醫科生,還是個畫家,開過畫展,很有藝術天分。有次,我笑問:「 Peter,其實你想當醫生還是藝術家?前者是治療人的軀體,後者是治療人的心靈。」可是,他當時猶豫,沒有確實回答我的問題。我說,下次開畫展,記得告訴我。”…. (published in a Hong Kong newspaper)

Philosophy blog by Eric Tat-Fung Lam, columnist for a Hong Kong newspaper and philosopher, living in Berlin.

ericlamtf.medium.com

Article written by Eric Tat-Fung Lam

Achtzig Galerie – Vernissage

 

achtzig-galerie-vernissage-peter-hausser-2

Peter Häusser and friends enjoying the Vernissage

peter-haeusser-vernissage-achtzig-galerie

 

Achtzig Galerie Website

 

Achtzig Galerie:

 

Peter Häusser (Artist from Berlin, born 1990 in Kehl)

I love Abstract Art!

When I paint I am in a total flow of creative energy – I prefer painting on very big canvases if possible and I usually put them on the floor, so that the Acrylic paint I put on, can just lie there until it is dry. Also I love to mix the colours while they are already on the canvas. Everything happens quite intuitively – and I feel the harmony of colours.

I like to compare abstract painting with classical music, which does not use words or any descriptive terms that navigate, channel and even limit your interpretation, but it only uses tones. And in the same way the colours in an abstract painting form a composition, without depicting any motifs, which gives you the absolute freedom in your thoughts and feelings.

The purpose and function of art is to bring people together, by creating a deeper way of communication and expression of all their feelings – and thereby living and enjoying life to the fullest!

peter-haeusser-achtzig-galerie-ausstellung-panoramafoto

Achtzig Galerie, Hagenauer Straße 7 Prenzlauer Berg, Berlin

 

 

New Abstract Paintings

peter-hausser-berlin-new-abstract-paintings

Berlin Mitte

 

 

Achtzig Galerie – Vernissage

Abstract Painting

image-cutout-to-show-the-colours-from-near-distance

.

My greatest inspiration often comes very suddenly in a moment of pure serenity. When I look at the white canvas – I feel free, and I just start painting!

When I paint I am in a total flow of creative energy – so that I forget time and it happens that I paint the whole night and day until I finished the painting. I prefer painting on very big canvases if possible and I usually put them on the floor, so that the Acrylic paint I put on, can just lie there until it is dry. Also I love to mix the colours while they are already on the canvas. Everything happens quite intuitively – and I feel the harmony of colours.

I like to compare abstract painting with classical music, which does not use words or any descriptive terms that navigate, channel and even limit your interpretation, but it only uses tones. And in the same way the colours in an abstract painting form a composition, without depicting any motifs, which gives you the absolute freedom in your thoughts and feelings.

 

 

 

Häusser Paintings in Berlin Mitte

 

Abstract Painting